Rechtsextremer Intensivtäter erneut angeklagt

19-jähriger muss sich am 02. August 2010 wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Dessauer Jugendschöffengericht verantworten

Das Jugendschöffengericht in Dessau eröffnet am 02. August 2010 ab 10.30 Uhr die Hauptverhandlung gegen den stadtbekannten Neonazi Marcel S. (19). Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in den Abendstunden des 19. Aprils 2010 in der Fritz-Hesse-Strasse in Dessau einen alternativen Jugendlichen (22) zunächst verbal beleidigt zu haben. Später soll der Täter mit einer Bierflasche nach dem Geschädigten geworfen haben. Dem 22-jährigen gelang es demnach nur mit viel Glück, dem Wurfgeschoss auszuweichen und damit mögliche gravierende Verletzungen zu vermeiden.


Angeklagter Marcel S. (1.v.re.) beim Neonaziaufmarsch am 13. März 2010 in Dessau-Roßlau

Marcel S., der sich immer wieder an rechtsextremen Veranstaltungen in der Region beteiligt (mehr dazu hier...), ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten. Zuletzt verurteilte ihn das Amtsgericht Dessau-Roßlau im Februar 2010 wegen des Zeigen des Hitlergrußes und Sachbeschädigung zu einer Bewährungsstrafe und gemeinnütziger Arbeit.

Der Betroffene, der in den letzten 3 Jahren bereits mehrfach von Rechtsextremisten attackiert und bedroht wurde (mehr dazu hier...) und (hier...) und (hier...) und (hier...), wird von der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt betreut.    

Infos/Kontakt:
 

Projekt GegenPart – Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt